Funktionsweise elektronischer Heizkostenverteiler
Wie funktionieren elektronische Heizkostenverteiler?
Seit Anfang 2005 werden von WSL elektronische Heizkostenverteiler (HKVE) als Zweifühler-HKVE mit und ohne Funk installiert. Die HKVE erfassen mit Fühlern am Montageort die Heizkörpertemperatur (TM) sowie die Raumlufttemperatur (RL). Im Heizbetrieb wird das Heizmedium wärmer als die Raumluft und es entsteht eine Temperaturdifferenz. Der HKVE errechnet die jeweilige Temperaturdiffernez bzw. ermittelt die Übertemperatur (=TL+5K). Nach EN 834 muss der HKVE ab einer Temperaturdiffernez von 5 K zu zählen beginnen. Die maximlae Zählbeginntemperatur, bei der Zweifühler- HKVE nach EN 834 zählen müssen, beträgt 30° C. Der Zweifühler-HKVE verfügt über eine Manipulationserkennung.
Der HKVE verfügt über folgende Merkmale:
- Messwerterfassung über einen Temperaturfühler (NTC Widerstand)
- Einfühlergerät mit intelligenter Heizbetriebserkennung (dynamischer Einschalterkennung)
- Mikroprozessorgesteuertes Rechenwerk
- 5 stellige Flüssigkristallanzeige (LCD)
- 10-Jahres-Batterieversorgung mit 3 V-Lithium- Batterie
- Altwertabspeicherung (Stichtagprogrammierung)
- Kumulierender Speicher
- Alternierende Anzeige der Verbrauchswerte und des Altwertes auf dem LC-Display

Kundo 1801: Anzeige im Normalbetrieb, wenn ein Stichtag programmiert ist.
(Bestand, 1-Fühler-Gerät)

WHE 30 von Siemens: Die Anzeigeschritte sind in ihrer Reihenfolge dargestellt.
(Bestand, 1-Fühler-Gerät)
Elektronische Funkheizkostenverteiler
Rein äußerlich unterscheiden sich Funkheizkostenverteiler (HKVF) kaum von herkömmlichen Geräten. Auch die Funktionsweise dieser Heizkostenverteiler ist identisch.
Im Unterschied dazu entfällt jedoch die jährliche Ablesung durch den Hausmeister. Statt dessen werden die Daten der einzelnen Geräte in festgelegten Zeitabständen per Funk (868 MHz, passwortgeschützt) zu einem Datensammler übertragen. Dieser Datensammler empfängt die Messwerte der Heizkostenverteiler, nimmt eine Zwischenspeicherung vor und überträgt sie dann verschlüsselt in die Abrechnungszentrale der WSL. Dort werden diese Daten dann ebenso wie die Werte der herkömmlich abgelesenen Zähler abgerechnet.
Für den Mieter ergeben sich folgende Vorteile:
- Keine Anwesenheit bei der Ablesung mehr erforderlich
- Keine Begehung der Wohnung zur Ablesung notwendig
- Stichtagswert bleibt ganzjährig zur Kontrolle im Display
- Austausch der Geräte nach 10 Jahren (Batterielebensdauer/Eichpflicht)
- Zwischenablesung z.B. bei Mieterwechsel einfacher durchführbar
- Defekte Geräte werden schneller erkannt

Kundo 202R: Anzeige im Normalbetrieb, wenn ein Stichtag programmiert ist.

WHE 460Z von Qundis: Die Anzeigeschritte sind in ihrer Reihenfolge dargestellt.

